hán xiù韩秀yòng用xiě zuò写作bǎo cún保存wén gé文革jì yì记忆
Han Xiu, eine chinesischsprachige Schriftstellerin mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft, erinnert sich, dass sie vor Beginn der Kulturrevolution in ein ländliches Gebiet in Shanxi geschickt wurde, weil sie die Beziehung zu ihrem amerikanischen Vater nicht abbrechen wollte.
Später ging sie nach Xinjiang, um Schaden zu entgehen.
Dort hatte sie oft nicht genug zu essen und keine ausreichend warme Kleidung; bei ihr waren nur ein paar Bücher.
Die Figuren in Romanen gaben ihr Mut und brachten sie dazu, zu beschließen, ein „Mensch zu werden, den man nicht besiegen kann“.
Sie hörte auch heimlich ausländische Radiosendungen und empfand sie als ein kleines Licht in der Dunkelheit.
Han Xiu erinnert sich auch daran, dass der Schriftsteller Lao She bei ihrem Abschied nur zu ihr sagte: „Iss genug und halte dich warm.“
Während der Kulturrevolution wurde Lao She öffentlich angeprangert und verfolgt und starb schließlich.
Das Haus von Han Xius Großmutter wurde achtmal durchsucht, und zahlreiche Bücher, Kalligrafien und Gemälde wurden drei Tage lang verbrannt.
Sie ist der Ansicht, dass diese Katastrophe nicht nur die Verantwortung einiger weniger Menschen war, sondern auch damit zusammenhing, dass viele aus Angst anderen folgten und andere verletzten.
Seit Jahrzehnten hält sie diese Erfahrungen in ihren Schriften fest. Sie hofft, dass junge Menschen die Geschichte verstehen, ihre Lehren im Gedächtnis behalten und verhindern, dass sich dieselbe Tragödie wiederholt.