là yuè腊月èr shí bā二十八:fā miàn发面tiē huā贴花,hǎo yùn好运quán jiā全家
Wenn man durch die Straßen und Gassen Chinas geht und den süßen Duft von Weizen in der Luft riecht und an den Fenstern einen leuchtend roten Fleck sieht, dann ist es sicher der 28. Tag des zwölften Mondmonats.
Im Volksmund sagt man: „Am 28. lässt man den Teig gehen.“
An diesem Tag wird die Küche zum lebhaftesten Ort im Haus.
Alle waschen sich die Hände, kneten einen großen Teigklumpen und warten, bis er an einem warmen Ort langsam aufgeht.
Warum muss der Teig gerade an diesem Tag gehen?
Neben der Vorbereitung des Hauptgerichts für das Neujahrsfest steht das Wort „gehen“ auch für „Reichtum“ und „Wohlstand“.
Die Menschen kneten ihre Hoffnungen für das neue Jahr in den Teig und formen ihn zu kleinen Fischen oder Vögeln.
Wenn die dampfenden Brötchen aus dem Topf kommen, ist dieser Duft das beruhigendste Glücksgefühl im Herzen der Chinesen.
Nachdem die Arbeit in der Küche erledigt ist, sind alle damit beschäftigt, „Dekorationen anzubringen“.
Rote Frühlingscouplets, kunstvolle Neujahrsbilder und dünne Fensterbilder schmücken das Haus hell und festlich.
Das Anbringen der Frühlingscouplets erfordert tatsächlich Wissen; die Position der oberen und unteren Zeile hängt von der Richtung der Querinschrift ab.
Die ausgeschnittenen roten Blumen sind nicht nur eine alte Volkskunst, sondern auch dazu da, Glück zu begrüßen und Unglück zu vertreiben.
Heutzutage gibt es sogar „3D-Papierschnitte“, die wie kleine Skulpturen aussehen und diese alte Tradition immer interessanter machen.
Vom Teig gehen lassen bis zum Anbringen der Fensterbilder zeigen uns diese geschäftigen Schritte: Das neue Jahr steht wirklich vor der Tür.
Ich wünsche allen, dass eure Tage im neuen Jahr so gedeihen wie der Teig und euer Leben so schön und glücklich ist wie die Fensterbilder!