wǒ我zài在wéi wú ěr维吾尔jiā xiāng家乡xué huì学会le了“méi yǒu没有guī shǔ gǎn归属感”de的gǎn jué感觉
Ich bin als Kind in Xinjiang aufgewachsen. Zu Hause gab es meinen Vater, meine Mutter und meine Geschwister. Das Leben wirkte friedlich, und ich habe auch viele glückliche Erinnerungen.
Aber mein Vater erinnerte mich oft daran: Wir sind Uiguren, und wir müssen unsere Sprache, unsere Kultur und unseren Glauben im Gedächtnis behalten.
Als ich älter wurde, merkte ich nach und nach, dass Uiguren und Han-Chinesen nicht immer die gleichen Chancen haben.
Eine gute Schule zu besuchen und einen guten Job zu finden, ist für viele Uiguren schwieriger.
Am 5. Juli 2009 kam es in Urumqi zu schweren Zusammenstößen.
An diesem Tag herrschte auf den Straßen Chaos, viele Menschen hatten Angst, und auch das Vertrauen in der Stadt veränderte sich langsam.
Menschen, die früher zusammen gelernt, gearbeitet und als Nachbarn gelebt hatten, wurden später vorsichtiger und schweigsamer.
Nach 2017 wurden die Veränderungen noch größer.
Viele Uiguren verloren plötzlich den Kontakt, und der Raum für Sprache, Kultur und religiöses Leben wurde immer kleiner.
Der Autor verstand eines: Einen Ausweis und eine Staatsangehörigkeit zu haben bedeutet nicht unbedingt, wirklich ein Zugehörigkeitsgefühl zu haben.
Selbst wenn jemand immer in seiner Heimat lebt, kann er nach und nach das Gefühl bekommen, seiner Heimat immer ferner zu werden.
Dieser Schmerz beginnt nicht unbedingt erst, nachdem man die Heimat verlassen hat; er kann schon in der Heimat selbst begonnen haben.