shì jiè世界wén huà文化zhōng中de的duō yàng xìng多样性bié别
Geschlechtliche Vielfalt ist weder erst in der Moderne entstanden noch auf eine einzige Region beschränkt.
Viele alte Kulturen auf der Welt gingen davon aus, dass das Geschlecht eines Menschen nicht unbedingt auf Mann und Frau beschränkt ist.
In der südasiatischen Mythologie haben einige Gottheiten zugleich männliche und weibliche Eigenschaften. In der chinesisch-buddhistischen Kultur wurde Guanyin früher oft als männliche Figur dargestellt und später häufiger als weibliche, was zeigt, dass diese Gestalt nicht an ein festes Geschlecht gebunden ist.
In traditionellen Erzählungen aus einigen Teilen Afrikas und Amerikas gibt es ebenfalls Gottheiten und Priester, die ihr Geschlecht verändern können oder gleichzeitig Merkmale verschiedener Geschlechter haben.
Bei Karnevalen in der Karibik tragen Menschen auch Kleidung, die mit verschiedenen Geschlechtern verbunden wird, und stellen mit humorvollen Darbietungen Autoritäten infrage.
Kriegerinnen in zentralasiatischen Volkserzählungen kämpfen mutig und durchbrechen die alte Vorstellung, dass Kämpfen nur Männern zustehe.
Später unterdrückten Kolonialherrschaft und bestimmte religiöse Vorstellungen diese Traditionen, sodass viele Menschen Angst hatten, sich offen auszudrücken. Doch geschlechtliche Vielfalt ist nie verschwunden.
Sie war und ist in Mythen, Religionen, Festen und im Alltag präsent und seit Langem ein Teil der menschlichen Kultur.