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Im heutigen China arbeiten viele junge Menschen in großen Städten wie Peking und Shanghai.
Jeden Tag fahren sie mit der U-Bahn und schauen auf ihr Handy, aber sie sprechen kaum mit den Menschen um sie herum.
Obwohl alle ständig online chatten, fühlen sich viele junge Menschen immer einsamer.
Das Leben in der Stadt ist sehr hektisch.
Junge Menschen verbringen jeden Tag viel Zeit mit dem Weg zur Arbeit und mit dem Pendeln, und sogar das Mittagessen wird per Handy bestellt.
Obwohl sie in WeChat sehr schnell antworten und gern Fotos im Internet teilen, ist es im wirklichen Leben schwer, einen engen Freund zu finden, dem man sich anvertrauen kann.
Weil echte Fürsorge fehlt, beginnen viele Menschen, virtuelle Dating-Spiele zu spielen, um nach „emotionalem Wert“ zu suchen.
Emotionaler Wert bedeutet das Gefühl, beruhigt und umsorgt zu sein.
Warum ist das so?
Vor einigen Jahrzehnten beruhte die chinesische Gesellschaft vor allem auf den „Arbeitseinheiten“.
Die Menschen arbeiteten am selben Ort, lebten zusammen, und ihre Kinder gingen auf dieselbe Schule.
Kollegen waren auch Nachbarn, und alle waren wie eine große Familie.
Aber heute verlassen viele Menschen für bessere Jobchancen ihre Heimat.
Die Menschen leben in Hochhäusern, und selbst Mitbewohner sehen sich nur selten.
Ein Wissenschaftler nannte dieses Phänomen das „Verschwinden des Nahen“.
Gleichzeitig gibt es in der Stadt auch viele Essenslieferanten, Reinigungskräfte und Sicherheitsleute.
Wie Büroangestellte haben auch sie ihre Heimat verlassen und sind jeden Tag in dieser Stadt beschäftigt.
Doch obwohl sich alle jeden Tag sehen, kennen sie einander nur selten wirklich, und es ist noch schwieriger, Freunde zu werden.
Die Einsamkeit junger Menschen ist nicht nur ein persönliches Problem, sondern auch das Ergebnis des gesellschaftlichen Wandels.
In den wettbewerbsstarken Großstädten ist es eine wichtige Frage, wie Menschen wieder Vertrauen aufbauen und ihre eigene Gemeinschaft und Freunde finden können – darüber muss die Gesellschaft jetzt nachdenken.