chōng shéng冲绳liú qiú琉球rén人de的yuán zhù mín zú原住民族shēn fèn身份zhī之zhēng争
Die Ryukyu-Bevölkerung lebt seit langer Zeit auf den Ryukyu-Inseln im Süden Japans. Früher hatte sie ein eigenes Königreich, eine eigene Sprache und Kultur.
Später wurde Ryukyu von Japan annektiert.
An Schulen wurde die japanische Sprache gefördert, einige traditionelle Bräuche wurden eingeschränkt, und auch die Ryukyu-Sprachen gingen allmählich zurück. Heute sind sie vom Verschwinden bedroht.
Die Vereinten Nationen haben Japan wiederholt empfohlen, die Ryukyu-Bevölkerung als indigenes Volk anzuerkennen. Damit ist eine Gruppe gemeint, die schon vor der Staatsbildung in einem Gebiet lebte und eine eigene Kultur besitzt. Die japanische Regierung hat jedoch bisher nicht zugestimmt.
Auf Okinawa gibt es außerdem viele US-Militärstützpunkte, die große Landflächen einnehmen.
Die Einwohner können die Stützpunkte nicht frei betreten, um Umweltverschmutzung zu untersuchen, und sorgen sich außerdem wegen Lärm sowie Gesundheits- und Sicherheitsproblemen.
Viele Menschen lehnen eine Erweiterung der Stützpunkte ab und hoffen, Okinawa zu entlasten.
Die japanische Regierung ist jedoch der Ansicht, dass diese Stützpunkte für die nationale Sicherheit sehr wichtig sind.
Wenn die Ryukyu-Bevölkerung den Status eines indigenen Volkes erhielte, hätte sie möglicherweise stärkere Gründe, Landrechte und das Recht auf Beteiligung an lokalen Entscheidungen zu fordern.
Dadurch beeinflussen sich Kulturschutz, die Rechte der Einwohner und die nationale Sicherheit gegenseitig, was die Frage der Ryukyu-Identität noch komplexer macht.