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Am 10. Juni 2026 verabschiedete der kolumbianische Senat ein Gesetz zum Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung.
Kolumbien wurde damit zum ersten Land in Lateinamerika, das diese Praxis verbietet; das Gesetz benötigt jedoch noch die formelle Unterschrift des Präsidenten.
Diese Praxis ist medizinisch nicht notwendig, entfernt aber einen Teil oder die gesamten äußeren Genitalien eines Mädchens und kann Blutungen, Infektionen, psychische Schäden und sogar den Tod verursachen.
Im Jahr 2007 starben drei neugeborene Mädchen aus dem Embera-Volk an Infektionen infolge dieser Praxis.
Seitdem setzen sich viele Überlebende und Frauen aus der Region weiterhin dafür ein, mehr Mädchen zu schützen.
Das neue Gesetz wird nicht nur Familienmitglieder und Geburtshelfer bestrafen, denn das könnte dazu führen, dass sie Angst haben, verletzte Mädchen ins Krankenhaus zu bringen.
Die Regierung wird einen Sonderausschuss einrichten, um medizinische Hilfe zu leisten, weitere Informationen zu sammeln und mit lokalen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten.
Weltweit haben mehr als 230 Millionen Frauen und Mädchen diese Form von Gewalt erlebt.
Kolumbiens neues Gesetz ist ein wichtiger Schritt, doch es braucht weiterhin ausreichende Ressourcen und langfristige Maßnahmen, um jedes Mädchen wirklich zu schützen.